SMS - eine Sucht?

Wenn man heutzutage so auf die Jugendlichen achtet, die nach der Schule in dem Schulbus nach Hause sitzen, so kann man beobachten, dass fast jeder von ihnen ein Handy in der Hand hat und dabei ist, eine SMS zu schreiben. Bei vielen Jugendlichen verhält es sich auch so, dass eine SMS ebenso schnell geschrieben wird, wie andere Menschen am Telefon sprechen. Wenn jetzt noch kostenlose SMS ins Spiel kommen, die ja heutzutage häufig in einem SMS-Paket zu kaufen sind, dann werden noch mehr SMS verschickt.

Aber kann man süchtig danach werden? Kann es wirklich sein, dass man irgendwann einmal nicht mehr ohne SMS kann? Sicherlich gibt es keinen expliziten Ausdruck hierfür, sprich es gibt keine Sucht in dem Sinne, aber sicherlich kann man dies mit einer Spielsucht vergleichen. Immerhin geht es bei Beidem darum, viel Geld auszugeben, wenn man nicht aufpasst. Bei einer Spielsucht handelt es sich mittlerweile um eine katalogisierte Krankheit, sie wird auch explizit behandelt.

Es ist jedoch noch nicht bekannt, dass es eine Therapie für eine etwaig vorhandene SMS- Sucht gibt. Dies hat allerdings auch zur Folge, dass viele Menschen gar nicht merken, wenn sie in eine Art Sucht verfallen, da man dieser Lust zum Simsen schließlich keinen Namen geben kann. Trotzdem kann man im Grunde süchtig werden, sich immer und immer per SMS mitteilen zu wollen. Da werden die kleinsten Mitteilungen nicht mal schnell per kurzem Anruf übermittelt, sondern vielmehr für 0,19 € oder auch als Free SMS in kurzer schriftlicher Form. Wenn man jedoch auf diese SMS eine Antwort bzw. Gegenfrage erhält, gibt man wieder 0,19 € aus, um hier wiederum per SMS zu antworten.

Wenn dieses Vorgehen Überhand nimmt, dann kann man sicherlich schon von einer Sucht sprechen. Da diese jedoch – wie bereits erwähnt – noch nicht als explizite Sucht festgestellt ist, gibt es hier auch keinen expliziten Namen für. Aber wie erkennt man eine Sucht? Nun, spätestens dann, wenn man selbst in einem Haus nicht miteinander spricht, sondern sich hier gegenseitig SMS schickt, sollte man über eine Therapie nachdenken, denn hier könnte eine entsprechende Sucht vorliegen, die umgehend von einem fachkundigen Psychologen therapiert werden sollte.

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