Whey-Protein und Muskelzuwachs

Whey-Protein ist in Sachen Aufbau von Muskulatur sicherlich eines der hochwertigsten Nahrungsergänzungsmittel, die am Markt erhältlich sind. Der Grund hierfür liegt darin, dass Whey-Protein eine extrem hohe biologischer Wertigkeit von 104 besitzt und damit sogar das lange an der Spitze geglaubte Vollei im Hinblick auf die Wertigkeit von Einzelproteinen überholt hat. Zurückzuführen ist das auf die hohe Menge essentieller Aminosäuren und speziell des hohen Gehaltes an BCAAs, welches Whey-Protein besitzt. Denn insbesondere die essentiellen Aminosäuren sind für den Muskelaufbau von besonderer Bedeutung und die BCAAs sind hauptverantwortlich für die Stimulierung der Muskelproteinsynthese, was so viel bedeutet, wie Ankurbelung der Proteinneuaufbaus der Muskulatur.

Whey-Protein kommt jedoch in der Natur nicht in isolierter form vor und muss daher entweder in Kombination mit anderen Eiweißkomponenten konsumiert werden oder eben über den Einsatz von Supplements, wenn eine alleinige Gabe erwünscht ist. In natürlicher Form kommt Whey-Protein in Milch und Milchprodukten vor, denn Whey-Protein oder auch als Molkeneiweiß bekannt, stellt mit 20% den geringeren Anteil des Kuhmilchproteins dar, während Casein mit 80% den Löwenanteil im Milcheiweiß ausmacht. Die biologische Wertigkeit von Casein ist jedoch nicht so hoch, wie von Whey-Protein alleine und auch die Kombination von Whey-Protein und Casein kommt an die 104 nicht heran. Alleine aus diesem Grund, kann es schon Sinn machen, Whey-Protein auch in isolierter Form und unabhängig vom Casein zu konsumieren.

Doch es gibt noch mehr Vorteile, die für eine separate Zufuhr von Whey-Protein sprechen. So ist das Molkeneiweiß, dessen „dritter Name“ auch Laktalbumin ist, extrem leicht verdaulich. Dadurch kann eine schnelle Passage durch den Magen-Darm-Trakt und ein rascher Transport einzelner Aminosäuren ins Blut gewährleistet werden. Ideal also für all jene Zeitpunkte, an denen es auf Geschewindigkeit ankommt. Neben dem Zeitraum unmittelbar nach dem Training, wäre hier dann noch das Frühstück zu nennen.

Welche Art von Whey-Protein hier nun konsumiert wird, ist zunächst von nicht all zu großer Bedeutung. Ob es sich um ein Whey-Protein-Konzentrat handelt, welches noch Restrückstände von Laktose und Fett enthält oder aber um eine reines Isolat oder sogar Hydrolysat, welche frei von sämtlichen Nebenprodukten ist, spielt erst dann eine Rolle, wenn man sich entweder unmittelbar vor einem Bodybuilding-Wettkampf befindet oder aber an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet.

Wer seinen Muskelaufbau also ein Stück weit vorantreiben möchte bzw. sicherstellen will, ausreichend qualitativ hochwertige Baustoffe hierfür bereit zu stellen, der sollte wohl als erstes an den Einsatz von Whey-Protein rund um die Trainingseinheiten und zum Frühstück denken.


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