The Singing Ship
Eigentlich sind es von Yeppon bis Bundaberg nur 337 Kilometer. Trotzdem brauchten wir für die Strecke einen halben Tag. Da ist zum einen die herrliche Küstenstrasse. Fließend ist die Bebauung zwischen Yeppon und Emu. Nur an den Ortseingangsschildern ist der Wechsel erkennbar. Der Scenic Highway geht bis zum Causeway Lake an der Küste lang, um nach der großen Brücke etwas durch das Hinterland bis Emu Park zu führen. Die Sauberkeit der Orte ist vielleicht auch darauf zurück zu führen, dass häufig „Litter Bags“, Abfallbehälter für getrennte Müllentsorgung, aufgestellt sind.
Natürlich sind wir in dem wirklich anmutigen Küstenort zum Emu Point gefahren. Dabei passierten wir auch den beliebtesten Park an der Capricorn Küste, dem Bell Park. Nicht nur die vielfältigen Picknickplätze machen den Park so populär. Jeden dritten Sonntag im Monat findet dort ein großer Picknick Markttag statt. Dazu kommen noch weitere jährliche Höhepunkte, wie „Oktoberfest“ oder „Das Festival der Winde“.
Auf einer Anhöhe, die in die Keppel Bay hinein ragt, ist eine besondere Skulptur zu Ehren von Cook errichtet worden. „The Singing Ship“ (Das singende Schiff) ist eine in den Himmel ragende weiße künstlerische Schiffnachbildung.
Das Besondere daran sind die durchlöcherten Pfeifen in der Takelage, durch die der Wind weht. So entstehen Töne. Durch die unterschiedlichen Höhen der Löcher können angeblich musikartige Partien bis zu Liedern gehört werden. Interessant auch neben der Skulptur die Zeit- Kapsel aus dem Jahr 1970, die erst im Mai 2070 geöffnet werden darf.
Weiter fuhren wir in Richtung Rockhampton, um von dort auf dem Bruce Hwy nach Bundaberg zu gelangen. Es ist manchmal nicht einfach, in Australien ein Ziel anzusteuern, ohne abgelenkt zu werden. Und nicht zu selten würde man sich über den unnötigen Abstecher ärgern. Wenn, ja wenn nicht die Sonne und die freundlichen Menschen mit allem Ungemach wieder versöhnen.
Weitere Australien Reiseberichte des Autors Dieter Tischendorf












