Sicherheit bei Flugreisen
Während es Bahnreisenden in erster Linie auf den Komfort ankommt steht beim Flugverkehr die Sicherheit an erster Stelle. Seit einigen Jahren hat sich das Verlangen nach Sicherheit beim Fliegen noch erhöht: Die Leute haben im Allgemeinen heutzutage nicht nur vor dem Fliegen an sich und damit verbundenen möglichen technischen und menschlichen Fehlern Angst; vielmehr will man auch vor terroristischen Anschlägen ausreichend geschützt sein.
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren auf diese beiden Tatsachen reagiert und mitunter unbeliebte Gesetze erlassen, etwa die neuen Regelungen zum Handgepäck. Diese neuen Gesetze sind sehr umstritten und führen oft zu Verärgerung der Fluggäste. So dürfen etwa keine Getränke mehr in das Flugzeug mitgenommen werden; Jeder Behälter, der mehr als 100 ml fassen kann ist im Handgepäck verboten. Wenn man hingegen Flüssigkeiten mit 100 ml (etwa Kosmetika) in das Handgepäck mitnehmen möchte, dann muss man diese in einem separaten Plastikbeutel mitführen.

Die Regeln zur Flüssigkeitsmitnahme innerhalb der EU sind unterschiedlich streng. Während es in Deutschland bei der 100 ml Grenze auch Ausnahmen geben kann, etwa bei Babynahrung oder wichtigen Medikamenten, so ist in Großbritannien jede Art von Flüssigkeit, egal welchen Volumens prinzipiell verboten. Man sollte ebenfalls bei bestimmten Produkten aufmerksam die jeweiligen Bestimmungen lesen: So gibt es zum Beispiel für bestimmte Produkte wie Haarsprays und Deodorants jeweils eigene Richtlinien.
Für die Sicherheit der Airlines hat die Europäische Union die sogenannte schwarze Liste im Frühjahr 2006 herausgegeben. Unsichere und als sicherheitsgefährdende Airlines werden dort aufgeführt. Die Liste dient allerdings nicht nur der Information: Flugzeuge, die dort aufgeführt sind, dürfen keinen Flughafen der EU mehr anfliegen und sind somit verbannt. Die schwarze Liste der EU wird ständig aktualisiert und erweitert.
Interessant ist der Zwiespalt der Bürger: Auf der einen Seite möchte man Flugsicherheit, Schutz vor terroristischen Angriffen und technische Aktualität der Flugzeuge haben; Auf der anderen Seite fliegt ein Großteil heutzutage mit den sogenannten „Billig-Fliegern“ und will weder Geld noch Zeit bei der Sicherheitskontrolle ausgeben. Es wird langfristig wohl bei einer Mittellösung zwischen größtmöglicher Sicherheit und entsprechendem Reisekomfort bleiben. Wünschenswert wäre es jedenfalls wenn die Sicherheitsmaßnahmen den Reisekomfort und vor allem die Geschwindigkeit bei Ein- und Auschecken überhaupt nicht betreffen würden. In diese Richtung sollte eine zielgerichtete Sicherheitspolitik gehen.












