Crocs - ein Überbleibsel der 68er Bewegung?
Crocs - das sind die kunterbunten Plastik-Treter aus Neuseeland. Diesen Sommer war es in Deutschland auch soweit: Die Deutschen kommen langsam aber sicher in das Crocs-Fieber. Mittlerweile kann man vor allem im Netz die Crocs billig kaufen. Da stellt man sich doch die Frage: Warum sind die Crocs eigentlich so erfolgreich?
Schließlich sind die kunterbunten Crocs ja nichts anderes als völlig überteuerte Plastiktreter, die mit kunterbunten Jibbitz verschönert und personalisiert werden können (nach Meinung der Crocs-Hasser). Doch das Geheimnis des Erfolges sehen viele Psychologen vielmehr in der Kontra-Mentalität vieler Mitbürger: Eben weil die Crocs so hässlich sind, erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. “Ugly can be beautiful”. Es ist gewissermaßen eine Gegenbewegung zu den gegenwärtigen Trends, die in unserer Gesellschaft akzeptiert werden. Eben weil sie so unschön sind, sind sie schon wieder hübsch.
Auch nicht unterschätzen sollte man den Eyecatcher-Effekt der Crocs. Wer Crocs trägt, fällt garantiert auf. Egal ob auf einer Geburtstagsfeier oder auf der größten Fanmeile Deutschlands. Mit Crocs fällt man garantiert immer auf!
Desweiteren sollte man den Vorbildeffekt der Stars und Promis nicht unterschätzen: Da immer mehr Stars und Promis mit dem Kultlabel gesichtet wurden (z. b. George Bush, Britnes Spears…) ziehen auch viele “normaldenkenden” nach und eifern den Crocs-Trend nach. Ein ganz normaler Effekt, den man beim Aufkommen aller neuen Trends beobachten kann: Erst tragen den Trend die Promis, dann die modeorientierten Trendsetter und schließlich am Ende das ganze Volk. Naja, oder zumindest die von Crocs angepeilte Zielgruppe (30 - 60 Jahre).
Fazit: Wer Crocs trägt, macht sich rar. Wer Crocs trägt, macht sich zum Trendsetter - und muss ggf. aber auch mit den kritischen Blicken der Passanten leben. Aber Crocs-Träger sind Individualisten: Vor allem beim Verschönern mit Jibbitz zeigt sich, wer ein kreatives Händchen hat. Machen Crocs also kreativ? Ganz sicher nicht. Crocs kaufen sich ohnehin nur kreative Individualisten. Für alle anderen heißt es: Lieber den alternativen “Gartenschlappen” treu bleiben. Und warten, bis jeder die Crocs trägt, dann denkt man über den Modetrend vielleicht wieder etwas anders als vorher…












