Zukunft der Musikvermarktung
Die Zukunft der Musikbranche ist ein Thema, welches immer wieder in den heutigen Medien diskutiert wird. Wegbrechende Umsätze durch Raubkopien sind dort meistens der Aufhänger für das Heraufbeschwören einer düsteren Zukunft des Musik Business. Meist geht dieses einher mit den rechtlichen Bemühungen der großen Labels gegen Raubkopierer vorzugehen und diese im Vorfeld schon durch „abschreckende“ Werbung zu beeinflussen.
Seit knapp 3 Jahren hat sich nun der neue Vertriebskanal des Musikdownloads etabliert. Jedoch geschah dieses nicht durch das Antreiben der großen Labels, sondern durch Apple, die eine Möglichkeit suchten den Musikdownload für den Ipod zu optimieren. Mittlerweile hat sich eine bestimmte Anzahl von Musikdownloadportalen etabliert und somit einen weiteren Vertriebskanal geschaffen. Mehr dazu findet ihr beim Kick it Musik Blog. Dabei ist jedoch die Anzahl der raubkopierten Stücke nicht zurückgegangen. Somit haben die Labels weiterhin das Problem der rechtsfreien Beschaffung nicht gelöst.
Es könnte sich aber schon ein weiteres Problem am Horizont bemerkbar machen, die Eigenvermarktung der Künstler. Durch den digitalen Fortschritt und die Entwicklungen im Bereich des Internets sind die Möglichkeiten einer Band sich selbst zu vermarkten immens gestiegen. Angefangen mit eigenen Produktionsmöglichkeiten kann die Band ein Album selbst aufnehmen und abmischen. Durch die Möglichkeit des Downloads ist die Band dann nicht mehr auf den kostspieligen Weg des CD-verkaufs angewiesen, sondern kann das Album zum Download auf der eigenen Seite anbieten.
Das Marketing kann in Eigenregie über Plattformen wie Myspace, Finetune und Purevolume gefahren werden. Ebenso wie das Merchandising, welches auf der eigenen Seite integriert werden kann. Oder man geht einen ganz experimentellen Weg und bietet seine Musik auf der Website an und lässt die Kunden den Preis bestimmen. Diesen Weg sind mit ihrem neuen Album Radiohead beschritten und hatten damit einen nicht erwarteten Erfolg. Obwohl viele die Download-Möglichkeit auch kostenlos nutzen generierte die Band einen durchschnittlichen Preis von 8$, was bei der Anzahl von gekauften Alben einen beträchtlichen Betrag erzielte.












