Gehry und CATIA

Der bekannte Architekt Frank O. Gehry wird mit Sicherheit einer der ersten Anwender aus dem architektonischen Bereich sein, der mit dem hochkomplexen 3D-Grafikprogramm CATIA, das eigentlich aus dem technischen Bereich (Flugzeugbau, Maschinenbau, etc.) stammt, ein Gebäude entworfen hat. Zu bestaunen ist dieser Bau im schönen Santa Monica in den USA.

Als das 3D-Programm CATIA auf den Markt kam, wurde es vorwiegend für die Konstruktion von Flugzeugen, später dann auch für die Konstruktion von Autos entwickelt, mittlerweile aber findet man es auch in fast allen anderen Berufssparten, die mit Formen zu tun haben, das heißt, für alle sich mit der Gestaltung von Mode, Bauwerken und auch Werkzeugen beschäftigen. Um aber im architektonischen Bereich zu bleiben, so findet man immer mehr Bauwerke, deren Konstruktion wohl mit diesem CAD-Grafikprogramm begonnen hat.

Die in der Software integrierte 3D-Ansicht macht es einem Architekten möglich, zu sehen, wie der fertige Bau wohl aussehen wird. Ferner gibt es in diesem Programm ein Tool, welches sogar komplexe statische Berechnungen möglich macht. Aus diesem Grunde gestattet dieses Programm auch einige Spielerei, wie zum Beispiel das Verzerren einzelner Wände. Das Tolle daran: CATIA kann zu jeder Zeit feststellen, ob diese dekonstruktive Bauweise auch wirklich „hält“, was sie verspricht.

Einige Beispiel für das Gelingen einer solchen Konstruktion ist wohl das Guggenheim Museum in Spanien und auch das so genannte „tanzende Haus“ in Prag. Ein faszinierendes Gebäude ist wohl auch der Gehry-Tower in Hannover, welcher hauptsächlich als Bürogebäude genutzt wird. Die Skizze, welche Gehry mit dem Programm CATIA V5 angefertigt hatte, könnte am Computer vielleicht einfach nur in sich selbst gedreht worden sein, so jedenfalls könnte man denken, wenn man dieses absolut sehenswerte Gebäude betrachtet.

Ein weiteres Beispiel der dekonstruktiven Bauweise Gehrys sollte hier auch erwähnt werden: Das Stata-Center in Boston scheint ein Bauwerk zu sein, welches den Anschein hat, als würde es jeden Moment zusammen fallen, was natürlich nicht der Fall ist. In jeden Fall wird wohl die Arbeit mit dem angesprochenen Grafikprogramm nicht nur den gewünschten Erfolg erzielen, sondern sie dürfte auch noch jede Menge Spaß bereiten, kann man hiermit doch unglaublich viele Möglichkeiten ausprobieren.

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Google Bookmarks
  • Live-MSN
  • Technorati
  • YahooMyWeb