Statikmischer für den Hausgebrauch
Viele Leute meinen noch immer Statikmischer kämen nur in der Industrie vor. Wer jetzt beim Lesen des Begriffs Statikmischer der Meinung ist, dass er nicht so etwas in seinem Haus hat, der befindet sich in einem großen Irrtum, denn die einfachste Variante der Statikmischer findet sich an der meisten Wasserhähnen. Der Wasser-Luft-Mischer, der oft als Mittel zum Wassersparen empfohlen wird, ist nichts anderes als ein Statikmischer, der das austretende Wasser mit der Umgebungsluft mischt. Dazu wurden mehrere Drahtgitter so übereinander gelegt, dass sie etwas gegeneinander verdreht sind. Der in der Leitung herrschende Überdruck drückt das Wasser dort hindurch und streut es dadurch, so dass kleine Luftbläschen eingebunden werden.
Viele Bastler haben Heißklebepistolen in ihrer Werkstatt. Auch dort findet sich ein Statikmischer, der gleichzeitig als Wärmetausche arbeitet und den Leim auf die gewünschte Temperatur bringt. Einen Statikmischer, der sogar mit Vakuumtechnik arbeitet, haben all jene Menschen auf dem Schreibtisch stehen, die einen Tintenstrahldrucker benutzen. Dabei werden in dem Transportrohr die einzelnen Farben mit unterschiedlichen Anteilen so gemischt, dass der Farbton entsteht, den der Nutzer vorgegeben hat. Eine kleine Vakuumpumpe saugt das Farbengemisch an und schießt es auf der anderen Seite mit Überdruck heraus.
Im großen Rahmen findet diese Technik in der Bauindustrie Anwendung, wo über große Dosieranlagen die granulierten Farbpigmente für Fassadenanstriche per Band in einen Trichter laufen, in dessen Mitte sich ein Rohr mit mehreren Statikmischern befindet, die mit unterschiedlichen Formen die Pigmente kräftig durcheinander wirbeln. Anschließend wird diesem Mischprozess über die Injektionsstelle eines Statikmischers noch die entsprechende Menge Wasser zugeführt, bevor es durch die Vakuumtechnik angesaugt und mit Überdruck in einen Schlauch gepresst wird, der meist bis zur Verarbeitungsstelle führt.












