Anmischen von Dünnbettmörtel
Im heutigen Mauerwerksbau wird häufig auf das sog. Dünnbettverfahren zur Verbindung von Mauersteinen zurückgegriffen. Dabei handelt es sich aber um sog. Plansteine, die sich durch extrem geringe Maßtoleranzen auszeichnen. Meist werden diese Steine nur auf der Lagerfuge mittels Dünnbettmörtel verbunden; auf der Stirnseite dagegen werden sie häufig ohne Mörtel nur mit Nut und Feder „knirsch“ gestoßen. Oft wird im Zusammenhang mit der Verwendung von DBM von einem „Kleben“ der Steine gesprochen, dies ist aber inhaltlich falsch.
Beim DBM handelt es sich um einen ganz normalen Zementmörtel, deren Zuschlagstoffe allerdings hinsichtlich des Durchmessers ihrer „Körnung“ so begrenzt worden sind, dass beim Mauern eine durchschnittliche Lagerfugendicke von ca. 2 mm entsteht (daher haben Plansteine auch z.B. ein Höhenmaß von 248 mm; incl. DBM damit von 250 mm) Dünnbettmörtel wird auf die Lagerfuge mittels Mörtelschlitten bzw. Zahnkelle aufgetragen. Bei beiden Verfahren sorgt eine spezielle Zahngeometrie dafür, dass die so entstehenden „Mörtelstränge“ gleichmäßig in einer Dicke von ca. 3-4 mm aufgetragen werden. Nach dem Einsetzen des Plansteins in dieses Mörtelbett verbleiben nach Aushärtung die vor genannten 2 mm Lagerfuge.
Einige Hersteller von Plansteinen haben darüber hinaus noch andere Verarbeitungsmöglichkeiten, wie das Auftragen mit einer Rolle oder das sog. Tauchverfahren, wobei der Mörtelauftrag durch Eintauchen des Steins in einen mit DBM gefüllten Behälter erreicht wird, entwickelt. Die richtige Konsistenz des Dünnbettmörtels ist dann gegeben, wenn die Mörtelstränge sauber ausgeformt sind und nach dem Auftragen „stehen“ bleiben. Für das Anmischen von Dünnbettmörtel bieten sich spezielle Rührwerke als Vorsatz für Bohrmaschinen an. Diese Rührwerke gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen, je nachdem ob eher flüssige oder eher zähe, klebrige Materialien zu mischen sind. Je zäher das zu verarbeitende Material, desto mehr Drehmoment bei kleiner Drehzahl benötigt die eingesetzte Maschine.
Vorteilhaft für ein optimales Ergebnis sind daher Bohrmaschinen, die ein Mehrganggetriebe, eine elektronische Drehzahlregelung bzw. eine Konstantelektronik haben. Wie bei allen Anmischungen, sollten auch bei der Zubereitung von Dünnbettmörtel zuerst die Verarbeitungshinweise auf der Packung gelesen und dann auch befolgt werden. Im Normalfall wird dabei zuerst Wasser in vorgegebener Menge in einen Behälter gefüllt und dann das „Mörtelpulver“ unter Rühren mit dem Quirl gleichmäßig eingestreut und klumpenfrei angemischt. Bei der von bis angegebenen Wassermenge in Litern nimmt man am Besten zuerst den kleineren Wert und hat somit später noch die Möglichkeit, die Konsistenz zu verändern.
Nachdem der Mörtel in geeigneter Konsistenz angemischt wurde, benötigt er eine sog. Ruhezeit von ca. 8 Min, in der er „reifen“ kann. Danach wird der Dünnbettmörtel noch einmal kurz durchgerührt und ist nun zur Verarbeitung bereit. Der DBM kann dann je nach Wetterlage (Sonnenschein, Wind) 3-4 Stunden lang verarbeitet werden, wobei die Zeit, die dem Maurer nach dem Auftragen des Mörtels auf die Lagerfuge zur Verfügung steht, je nach Witterung auf 5-10 Minuten begrenzt ist. Bei großer Sonneneinstrahlung kann es sinnvoll sein












