Der todsichere Tipp?
Gleich zu Beginn soll eine klare Aussage gemacht werden: Es gibt keine absolut sichere Sportwette! Wer nun meint, dass das Wetten auf extreme Favoriten einer sicheren Wette gleichkommt, der soll nur kurz daran erinnert werden, dass beispielsweise der Vize-Europameister Portugal vor gar nicht allzu langer Zeit gegen den Fussballzwerg aus Lichtenstein nur unentschieden spielte. Ein anderes gutes Beispiel ist auch die legendäre 0:1 Niederlage der österreichischen Mannschaft gegen die Hobbykicker von den Faröer Inseln. Im Falle von Portugal lag die Siegquote bei 1,01 was soviel bedeutet wie, dass man für einen Einsatz von 100 Euro einen Reingewinn von einem Euro erzielen hätte können. Nun, eine 99-prozentige Sicherheit ist eben nicht mit absoluter Sicherheit gleichzusetzen.
Vor allem Sportwetten Anfänger tappen oftmals in die Falle der vermeintlich sicheren Tipps, da die meisten davon (verständlicherweise) nicht in der Lage sind die Aussagekraft von Wettquoten richtig einzuordnen. So passiert es leicht, dass beispielsweise schon eine Quote von 1,20 als sichere Wette gilt, obwohl die Gewinnwahrscheinlichkeit bei dieser Quote „lediglich“ etwas über 80 Prozent beträgt. Das größte Problem von vielen Sportwetten Anfängern ist, dass sie Wettquoten nicht richtig interpretieren können und die Aussagekraft von Wettquoten nicht zur Gänze verstehen. Immer wieder gibt es Versuche mit Miniquoten und scheinbar „unverlierbaren“ Wetten ein kleines Vermögen zu erspielen.
So versuchen immer wieder Leute ein Wettbudget von z.B. € 100 zu definieren, dieses gesamte Wettkapital dann auf eine Wette mit hoher Gewinnwahrscheinlichkeit zu setzen und bei Gewinn das Initialkapital plus Profit erneut auf eine dieser „sicheren“ Wetten zu setzen. Der Gedanke dahinter ist, dass man mit scheinbar sehr wenig Risiko nur genügend Wetten hintereinander benötigt um das Startkapital zu verhundert-, ja vielleicht sogar, vertausendfachen. In der Theorie können solche Experimente auch durchaus funktionieren. Im Praxiseinsatz stößt man aber früher oder später auf das Problem, dass man nicht unbedingt gewillt ist einen verhältnismäßig hohen Einsatz für einen möglichen Profit von nur 1% (bei einer Wettquote von 1,01) zu riskieren. Darüber hinaus kommt es häufiger als man denkt vor, dass selbst extreme Favoriten Spiele nicht gewinnen (siehe oben).
Sieht man einmal von der Thematik „Sure Bets“ (wo Wettarbitrage betrieben wird) ab, so kann man getrost sagen, dass es keine todsicheren Sportwetten gibt. Selbst im Dunst der immer wieder aufkommenden Manipulationsskandale fällt auf, dass selbst bestechliche Schiedsrichter oder Klubmitglieder kein hundertprozentiger Garant dafür sind, dass ein gewünschtes Ergebnis eintritt. Wer mit Sportwetten tatsächlich Geld verdienen möchte dem bleibt nichts anderes übrig als viel Zeit in Spielanalysen zu investieren und im Laufe der Zeit zu einem guten Wetter zu werden.












