Wärmepumpe – Alternative zu Gas und Öl?

Kaum ein Thema erhitzt derzeit die Gemüter landauf landab so sehr, wie die steigenden Kosten für Energie. Denn von dieser Preissteigerung sind durch erhöhte Kosten für Strom, Heizung und Warmwasser, alle Bürger gleichermaßen betroffen. Wer ein neues Haus baut, oder seine Heizungsanlage modernisieren muss, der überlegt deshalb sehr genau, ob es zu den gängigen Energieträgern Gas und Öl nicht sinnvolle Alternativen gibt.

Besonders beliebt ist in diesem Zusammenhang die Wärmepumpe. Sie nutzt die in der Erde gespeicherte Wärme indem sie sich eines einfachen thermodynamischen Prinzips bedient. Komprimiert man nämlich ein Gas, so erwärmt sich dieses. Umgekehrt führt eine Expansion des Gases zu dessen Abkühlung.

Die Wärmepumpe macht nun nichts anderes, als dass sie ein Gas in einer Erdwärmesonde oder einem Erdwärmekollektor ins Erdreich führt und dort dessen Temperatur durch Expansion unter die Umgebungstemperatur senkt. Dadurch kann das Gas die Wärme der Umgebung und damit Energie aufnehmen. Anschließend wird das Gas zur Wärmepume zurück geleitet und dort durch Kompression auf die Temperatur des Heizkreislaufes gebracht. Durch einen Wärmetauscher gibt die Wärmepumpe die Energie an das Heizungssystem ab. Eine Wärmepumpe kann vor allem dann wirtschaftlich betrieben werden, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und bereitgestellter Wärme besonders gering ist.

Der Betrieb einer Wärmepumpe ist deshalb vor allem in Kombination mit einer Niedrigtemperaturheizung wie der Fußbodenheizung, Wandheizung oder Fußleistenheizung interessant. Da für die Bereitsstellung von Warmwasser allerdings auch höhere Temperaturen benötigt werden, sind heutige Wärmepumpen meist mit einem zusätzlichen Heizregister ausgestattet. Neben der erwähnten Erdwärmepumpe gibt es auch eine Reihe anderer Wärmepumpen-Typen.

Da wäre zum Beispiel die Luft-Wärmepumpe und die Grundwasser-Wärmepumpe. Letztere weist die höchste Leistungsfähigkeit auf. Allerdings ist die Grundwasser-Wärmepumpe genehmigungsrechtlich als besonders problematisch anzusehen und deshalb kaum verbreitet. Wärmepumpen werden mit Strom angetrieben, so dass man also nur dann von einem regenerativen Heizsystem sprechen kann, wenn für den Betrieb konsequent Strom aus alternativen Energienquellen verwendet wird. Eine moderne Erdwärmepumpe muss etwa 25 % an elektrischer Energie aufwenden, um 75 % an Heizenergie zu gewinnen.

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