Die Geschichte der Wasserbetten
Und jedes Lebewesen stellt andere Ansprüche an diese Regenerationsphase. Der Mensch als Projekt seines eigenen Fortschrittes und seiner Entwicklung benötigt im Vergleich zum Tier andere Schlafunterlagen, da er sonst unter körperlichen und in Folge dessen auch unter psychischen Auswirkungen zu leiden hat.
Als der Mensch begann, sich seiner selbst bewusst zu werden, als er das Fell ablegte und sich zusätzliche wärmende Kleidung beschaffen musste, begann er auch zu entdecken, dass eine entsprechende Schlafunterlage ihre Vorteile hatte. Vor mehr als 3.000 Jahren kamen die nomadisierenden Völker der Perser auf die Idee, die Wasserschläuche, welche aus Ziegenleder gefertigt wurden, in der Nacht als Schlafunterlage zu nutzen. So wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die gefüllten Wasserschläuche konnten einfach auf dem Kamelrücken transportiert werden und wärmten sich den Tag über in der heißen Wüstensonne auf. Sollte aber aus welchen Gründen auch immer, kein frisches Wasser zur Verfügung stehen, so stellten die Schläuche zugleich eine Wassernotration dar, die das Überleben sicherten. Noch heute wird diese Art der Schlafunterlage von Nomaden in der Wüste verwendet.
Bis sich aber das Wasserbett, so wie wir es heute kennen, entwickelte, sollte es noch viele Jahrhunderte dauern. Selbst Leonardo da Vinci versuchte sich an verschiedenen Modellen von Wasserbetten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Wasserbett, welches bis dato noch in seiner primitiven Form bekannt war, von einem britischen Arzt neu entdeckt“. Er erkannte die Vorteile dieser Schlafunterlage und entwickelte schnell eine modernere Form, welches auch die Bezeichnung „Wasserbett“ verdiente. Diese Betten setzte er zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden ein.
In den 1960er-Jahren erfuhr das Wasserbett dann einen neuerlichen Popularitäts-Schub. Das Plastik wurde erfunden und somit war es möglich, mit künstlichen Materialien ein Bett zu schaffen, das optimalen Schlafkomfort bietet. Die ersten, die diese Schlafunterlagen nutzten, waren die Hippies, wenngleich hier eher das Sexualleben als der eigentliche Schlafkomfort im Vordergrund stand. Bis heute werden Wasserbetten, die mittlerweile frei von Kinderkrankheiten sind, beständig weiter entwickelt und weiter verbessert. Neue Innovationen und neue Techniken verbessern den Liegekomfort und wirken sich auch günstig auf den Energieverbrauch des Bettes aus.












