Krankheitsdiagnose
Klagt ein Patient über anhaltende Schmerzen im Bauchraum, welche nicht mehr mit den bekannten Magen- und Darmtherapeutika behandeln werden können, so sind weitergehende Diagnostiken vorzunehmen.
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten - zum einem kann man radiologische Untersuchungen vornehmen lassen, wie eine Computertomographie oder eine Magnetressonanztomographie; es kann also auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchgeführt werden. Die Nachteile bei diesen Untersuchungen: sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, so ist zwar die Diagnose eventuell gestellt, aber eine therapeutische Konsequenz wird meist nicht daraus gezogen.
Eine Konsequenz ist aber sicher: es wird dem leidenden Patienten dazu angeraten eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Dabei gibt es zwei Untersuchungen - zum einen die Rektuskopie, das ist die Spiegelung des Enddarms, und zum anderen die Coloskopie. Diese Spiegelung geht deutlich weiter in den Darm hinein. Dadurch kann dementsprechend wesentlich mehr erkannt werden.
Hier kann man erkennen ob vielleicht eine sog. Colitis ulcerosa vorliegt - diese Erkrankung löst sehr häufig krampfartige Beschwerden aus bis hin zu anhaltenden blutigen Durchfällen. Außerdem kann festgestellt werden ob vielleicht eine Divertikulose vorliegt oder aber ob Polypen vorliegen, wobei letztere an sich keine Beschwerden auslösen.
Polypen verursachen nur in Form von inneren und äußeren Hämorrhoiden Beschwerden - diese sind meist schon mit bloßem Augen zu erkennen. Sie sind einfach mit Salben oder (im nächsten Schritt) mit Verödungen zu behandeln. Für die Feststellung von Hämorrhoiden wird maximal eine Rektuskopie benötigt.
Der große Vorteil der Darmspiegelung ist die direkte Verbindung zum Krankheitsgeschehen. Es kann direkt während der Untersuchung eine eventuell vorliegende Krankheit festgestellt werden. Es sind vorerst keine weiteren Untersuchungen von Nöten. Es werden Bilder “vor Ort” gemacht, die für einen späteren Vergleich genutzt werden können (hat sich die Darmschleimhaut verändert? Sind mehr Divertikel vorhanden?
War die kleine Erhebung bei der letzten Untersuchung bereits vorhanden?). Sollte eine Colitis beispielsweise festgestellt worden sein, ist die Darmspiegelung sogar sehr für die Kontrolle des therapeutischen Erfolgs entscheidend. Zusammenfassend ist aber an erster Stelle die Verhinderung von Dickdarmkarzinomen zu erwähnen, denn nur mit einer Darmspiegelung kann man dieser Krebserkrankung Einhalt gebieten.
Geschrieben von fosforito am 5 September, 2008



