5 typische Fehler beim Kampf gegen Kopfläuse
Kopfläuse sind in auch heutzutage nicht auszurotten. Ganz im Gegenteil, die gemeldeten Fälle nehmen zu, wie fast alle Betroffenen bemerken werden.
Dabei sind Kopfläuse eigentlich ganz einfach funktionierende Lebewesen. Es sind etwa 2-3 mm große Insekten. Sie ernähren sich von menschlichem Blut. Sie besitzen einen Stechrüssel, mit dem sie mehrmal täglich frisches Blut aus der Kopfhaut saugen. Dies geschieht meist unbemerkt. Der oft auffällige Juckreiz wird nicht wie bei Hautkrankheiten durch die Haut sondern durch ausgesonderte Speicheldrüsensekrete hervorgerufen.
Ohne Blut überleben die Läuse höchstens 2 oder 3 Tage. Die Fortpflanzung der Kopfläuse erfolgt durch Eiablage. Diese Eier, auch als Nissen bezeichnet, werden kurz über der Kopfhaut an die Haare geklebt. Sie sind farblos bis bräunlich und weniger als 1 mm groß, was sie schwer sichtbar macht. Nach 7 - 8 Tagen schlüpfen Larven, die nach neun bis elf Tagen geschlechtsreif sind. Die leeren Hüllen der Nissen besitzen eine weißliche Farbe. Es reicht also ein Zeitraum von etwa 2-3 Wochen von der Eiablage bis zur Geschlechtsreife der nächsten Generation.
Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun, wie viele Menschen immer noch glauben. Durch Shampoo werden Läuse nicht gestört. Es ist vielmehr der Kontakt in Gemeinschaftseinrichtungen, die den Kopfläusen das Überspringen erleichtert. Da Kopfläuse keine Flügel besitzen, erfolgt dies durch Krabbeln, manchmal auch durch Gegenstände wie Haarbürsten oder Kopfunterlagen.
Leider sind Läuse oft schwer wieder loszuwerden. Aber es gibt einige typische Fehlerquellen, die man vermeiden sollte:
- Keine konsequente Wiederholung: Auch wenn die Mittel eine Wirkung auch gegen die Nissen und Larven versprechen, so gelingt es in der Praxis meist nicht, alle Nissen abzutöten. Daher ist nach 9-10 Tagen die Behandlung auf jeden Fall zu wiederholen
- Lücken beim Verteilen: Gerade bei langem Haar kann es schwierig sein, alle Stellen vollständig zu erfassen.
- Zu geringe Menge: Keine falsche Sparsamkeit - es müssen alle lebenden Läuse, Larven und Nissen erreicht und vernichtet werden
- Lange Haare: Keine Sorge - Abschneiden ist nicht nötig. Aber die stolzen Besitzer/innen von langem Haar müssen besonders darauf achten, dass nicht irgendwo eine Kopflaus überlebt. Im Zweifel sollten gerade Frauen lieber einmal mehr kontrollieren und behandeln.
- Wirkungslose Produkte: Es gibt eine Vielzahl von Präparaten auf dem Markt - von “Öko” bis zur Chemiekeule. Leider versprechen viele Produkte mehr als sie in Wirklichkeit halten können. Zumal die Kopfläuse schon viele Produkte gewohnt sind.












