Whisky - eine Einführung
Um sich anregen und berauschen zu lassen, greift man bei entsprechenden Anlässen gerne auf alkoholische Getränke zurück wie beispielsweise auf Wein, Bier oder Branntwein. Zu den Branntweinen zählt neben den Trink- und Kornbranntweinen unter anderem der Whisky.
Bei ihm handelt es sich um einen Getreidebranntwein, der vor allem in Schottland, Irland, England aus Gerste, in Kanada aus Roggen und in den USA besonders aus Mais hergestellt wird.
- Die geschichtliche Entwicklung in Kürze -:
Whisky, dessen ursprüngliche Bedeutung vom gälischen Uskeba stammt, was so viel wie Lebenswasser bedeutet, hat eine recht lange Geschichte, die ihre Anfänge bereits nach dem 5. Jahrhundert hat. Erstmalig ist jedoch indirekt von ihm urkundlich erst Ende des 15. Jahrhunderts die Rede im Zusammenhang einer Steuererklärung eines schottischen Mönchs. Aufgrund der allgemeinen Besteuerung ab 1643 in Irland, ein Jahr später in Schottland und der daraus resultierenden Nichtachtung, wurde Whiskey in der Folgezeit verboten. Mit diversen vereinfachten Steuerregelungen, die jedoch erst Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgten, öffneten schließlich zahlreiche legale Brennereien in Irland und Schottland.
In Amerika gab es bedingt durch den Unabhängigkeitskrieg einen hohen Finanzbedarf, sodass mit dem Aufkommen von Whiskybrennereien Ende des 18. Jahrhunderts auch dort eine Besteuerung stattfand. Dies hatte zur Folge, dass nach einer erfolglosen Whisky-Rebellion die Brennereien nach Kentucky und Tennessee zogen. Neue Destillationsverfahren ermöglichten zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Herstellung reinerer Produkte wie den Korn-Whisky Coffey aus Irland und den Blended aus Schottland. Durch den Verschnitt von Malz und Kornwhiskys entstand der Blended Scotch, der weltweiten Absatz durch die Reblausplage in Frankreich ab 1858 fand. Bedingt durch die Prohibition in Amerika 1920-1933 schlossen dort viele Brennerein, die danach durch Konzerne ersetzt wurden.
- Allgemeine Herstellung des Whiskys -
Je nach dem, um was für eine Art von Whisky es sich handelt, unterscheidet man in einzelnen Schritten die Herstellung, wobei es aber auch Gemeinsamkeiten gibt. So beginnt die Herstellung damit, dass eine Zerkleinerung des Getreides zu Schrot erfolgt, danach eine Vermischung mit Wasser in Bottichen und schließlich findet eine Verzuckerung der Stärke statt. Die entstandene Maische wird in einem Gärbehälter mit Hefe versetzt und vergoren, sodass sich eine Flüssigkeit entwickelt, die sehr an Bier erinnert. Mit bis zu 10 % Alkohol wird diese mehrfach durch Destillation gebrannt, was entweder durch Brennsäulen geschieht oder aber durch Brennblasen wie dies beim pot still Verfahren von schottischen Malt Whiskys oder irischem Pot Still Whisky der Fall ist. Die Dämpfe werden letztendlich kondensiert, gesammelt und mit Wasser verdünnt. In Holzfässern lagert schließlich der Whisky mehrere Jahre bis er reif ist, dann normalerweise verschnitten und abgefüllt wird.
- Unterscheidung der Whiskys -:
Aufgrund der verschiedenen Ausgangsrohstoffe, der Herstellungstechniken, Vermischungen und Lagerungsbedingungen haben die einzelnen Whiskys jeweils ihren charakteristischen Geruch und Geschmack. So haben die schottischen Malt-Whiskys aus ungemalztem Getreide durch das Darren des Malzes ein rauchiges Aroma, irische Whiskys, die dreifach destilliert werden, sind eher mild und vom Geschmack her fast süß. Hinsichtlich der Bezeichnungen werden die Whiskys nach der Getreideart, der Herstellung oder aber nach anderen Merkmalen unterschieden.
Bei der Getreideart werden hochprozentige Whiskys wie ein Rye mit 51 % aus Roggen, ein Bourbon mit 51 % und ein Com mit 80 % aus Mais hergestellt. Ebenfalls aus Malz ist ein Malt, ein Grain kann sowohl aus Mais, Weizen, Gerste oder aber auch aus Roggen sein. Zieht man als Unterscheidungskriterium die Herstellung heran, so wird beispielsweise ein Single oder ein Straight in einer einzelnen schottischen bzw. amerikanischen Brennerei produziert. Bei einem Blend handelt es sich um einen Whisky, der verschnitten ist. Ein Pure Pot Still wurde aus Gerste destilliert. Manche Whiskys bekommen unter anderem ihre Zusatzbezeichnung durch die Lagerung wie Single Cask oder Singel barrel bei Einzelfass oder Cask Strength bei der Fassstärke.
- Verwendung des Whiskys als Genussmittel -:
Da sich der Whisky durch seine besonderen Geruchs- und Geschmacksstoffe auszeichnet, bietet es sich an diese auch besonders zur Geltung zu bringen. Erreicht wird dies, indem man Whisky mit Tafelwasser mischt im Verhältnis 1:1. Auch kann man in ein Glas Whisky Eiswürfel geben, was den Geschmack jedoch nicht unbedingt verbessert. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung für Cocktails, wobei man hierfür nicht unbedingt auf die geschmacklich wertvollen irischen oder schottischen Whiskys zurückgreifen sollte, sondern eher auf leichtere wie kanadische.












