Kubanische Zigarren
“Ich halte Kuba immer in meinem Mund“ sagte der ehemalige britische Schriftsteller und Premierminister Winston Churchill einmal. Zweifelsohne umgibt kubanische Zigarren eine Aura, wie keine anderen Zigarren dieser Welt. Was aber hat es auf sich mit der Tabakware aus Kuba? Der folgende Beitrag soll ein wenig über die Mystik der Habanos aufklären und vom Saatkorn bis zur Enstehung der Zigarre berichten.
Vom kleinen Tabakpflänzchen bis hin zur Cohiba Zigarre ist ein langer Weg. Dieser unterscheidet sich nur unwesentlich von dem anderer Zigarren. Und trotzdem ist eine kubanische Zigarre für viele andere Zigarrenmarken ein unerreichbarer Maßstab. Nach der Aussaat wachsen die Pflänzchen circa 45 Tage, bis sie umgeflanzt und nach weiteren 45-50 Tagen behutsam abgeerntet werden. Danach beginnt die Phase der Trocknung. Dieser schließt sich der Prozess der Fermentation an. Hier zeigen sich erste Unterschiede. So wird die Cohiba Zigarre dreimal fermentiert, während der Tabak anderer Zigarrenmarken nur zweimal oder weniger oft fermentiert wird.
Die Fermentation verfeinert das Aroma des Tabaks, mindert das Harzgehalt und sorgt dafür, dass Fremdstoffe beseitigt werden. In der Folge werden die Tabakblätter bis zu sechs Jahre gelagert (ähnlich wie guter Wein, nur nicht in Eichenfässern, sondern in so genannten Tercios (große Bündel hergestellt aus der Rinde der Königspalme Yagua, bevor sie weiter verarbeitet werden.
Nun mag die Verarbeitung des Tabaks nicht wesentlich von dem anderer Länder abweichen. Mit Sicherheit aber der Tabak selbst. Nach wie vor gilt der kubanische Tabak als der beste der Welt. Kein Anbaugebiet soll das kubanische Vuelta Abajo übertreffen. Von dort, also dem Westen Kubas, stammt der Tabak für die Cohiba, Romeo y Julieta, Montecristo und Partagas Zigarren. Kein Wunder also, dass eine kubanische Zigarre, nämlich die Cohiba Esplendidos in Deutschland 2008 zur besten Zigarre gekürt wurde. Andere kubanische Zigarrenmarken stehen eher im Schatten der bisher erwähnten Zigarren. Nichtsdestotrotz zählen die Zigarren von Hoyo de Monterrey, Trinidad, H. Upmann, Simon Bolivar und Vegas Robaina zu den feinsten Zigarren, die die Tabakwelt produziert.
Übrigens: Als General Montgomery einmal zu Churchill meinte: „Ich trinke nicht, ich rauche nicht, ich schlafe viel und deshalb bin ich 100-prozentig fit“, da entgegnete der englische Premierminister: „Ich trinke viel, ich schlafe wenig und ich rauche eine Zigarre nach der anderen. Deshalb bin ich 200-prozentig fit“



