Die CD-ROM
Heutzutage kennt die kleine Silberscheibe fast jeder. Die CD-ROM ist eines der meist benutzten Speichermedien auf der Welt. Sie ist preiswert in der Herstellung und insbesondere im Musik-Bereich weit verbreitet. Bis zum Jahre 2007 wurden weltweit in etwa 200 Milliarden CDs verkauft.
CD-ROM (auch CDROM) steht für Compact Disc Read-only Memory und wurde im Jahre 1979 von Philips und Sony erfunden. Die CD-ROM ist das meist verbreitete optischen Speichermedien der Compact Disc-Familie. Andere Familienmitglieder sind hierbei beispielsweise die CD-RW, die CD-R, die CD-i und die SVCD.
Mit dem Siegeszug der CD-ROM entwickelte sich auch viele Standards um Daten auf die CD zu schreiben und zu lesen, die so genannten „Rainbow Books“. Red Book ist hierbei beispielsweise das Format um Audio-Daten auf die CD-ROM zu schreiben. Andere mögliche Format sind White Book und Yellow Book CDs. Es gibt auch viele ISO-Normen, die CD-ROM Formate beschreiben (beispielsweise ISO-9660).
Eine normale CD-ROM hat einen Durchmesser von 12 cm und eine Stärke von 1,2 mm. Es gibt aber auch so genannte Mini CDs, welche nur einen Durchmesser von 8 cm haben, sowie Sondermaße, welche insbesondere im Visitenkarten-Bereich immer mehr Anwendungen finden. Sie besteht aus einer Polykarbonat-Verbindung. In der Regel wird in der Industriellen Fertigung der CD-ROM, diese mit Aluminium beschichtet und versiegelt, um somit die CD-ROM un-anfälliger zu machen.
Ähnlich wie bei einer Schallplatte werde die Informationen durch kleine Vertiefungen in der Oberfläche geschrieben. Diese Vertiefungen dann durch einen Laserstrahl gelesen. Bei so genannten CD-ROM-Brennern werden diese Vertiefungen durch einen Laserstrahl gebrannt.
Die Massenproduktion einer CD-ROM ist sehr günstig, wodurch sie sich als Speichermedium weltweit durchgesetzt hat. Egal ob im Video-Spiele, im Musik oder im Sicherungsbereich, überall findet man die kleine Silberscheibe. In den letzten Jahren wird sie immer aber in vielen Bereichen immer mehr und mehr von der DVD verdrängt, nur in der Musik-Industrie gilt die CD-ROM heute noch als Standard.
Die CD-ROM ist ein optisches Wechseldatenmedium, dass heißt, das der Speicher wechselbar ist. Der Benutzer braucht nur ein entsprechendes Laufwerk und kann dann seine CD-ROM mit sich herumtragen. Das hat viele Vorteile, da er so den Speicher an verschiedenen Orten benutzen kann.
Auf eine CD-ROM passen zwischen 650 MB und 839 MB an Daten (je nach Typ der CD-ROM), in der Regel ist dies etwas über einer Stunde Musik.
Der Durchmesser des Loches in der CD-ROM entspricht exakt dem Durchmesser einer alten niederländischen 10-Cent-Münze, da die Erfinder der CD-ROM dies für eine optimale Größe erachtet hatten.
Wie lange Daten von einer CD-ROM lesbar sind, ist momentan ungewiss. Experten schätzen, dass die Daten zwischen 10 bis 50 Jahren lesbar sind. Dies ist eine deutlich geringere Zeit als beispielsweise die Informationen auf Papier oder auf Stein zu schreiben. Da bleibt dann natürlich die interessanten Fragen: Was bleibt der Nachwelt von unseren Daten? Wie viel unseres Wissens wird ins nächste Jahrhundert getragen und wie viel geht durch die CD-ROM verloren?
Geschrieben von Ronny Schmidt am 29 Juni, 2008



