Krankenkassenvergleich für Selbstständige

Wer selbstständig ist, hat zwar kein regelmäßiges Einkommen und arbeitet nur mit einem Mindestmaß an sozialer Sicherheit. Allerdings hat er einen Vorteil: Er darf in die private Krankenversicherung (PKV) und muss nicht über ein Mindesteinkommen verfügen. Durch einen Krankenkassenvergleich kann ein Selbständiger feststellen, ob sich eine private Krankenkasse für ihn lohnt.

Mehr als 4.000 Euro im Monat muss ein Angestellter ab 2008 verdienen, damit er sich als Mitglied einer privaten Krankenversicherung “bewerben” kann. Im Jahr 2007 sind es “nur” 3.975 Euro. Mit dieser so genannten Versicherungspflichtgrenze, die übrigens drei Jahre lang in Folge - gemessen am Jahreseinkommen - erreicht werden muss, sind den meisten Angestellten die Hände gebunden. Sie verdienen weniger, in der Regel sogar deutlich weniger. Bei Selbstständigen ist das anders. Für sie gilt keine Versicherungspflichtgrenze. Selbst wenn sie im Anfangsstadium nur wenige hundert Euro im Monat verdienen: Sie haben den Vorteil, rechtmäßig einen Antrag auf Aufnahme in die PKV stellen zu dürfen.

Gesundheitsprüfung steht vor dem Eintritt in die Private Krankenversicherung
An zwei Stellen stehen aber dennoch Hürden. Denn eine Bewilligung des Antrags ist keineswegs selbstverständlich. Schließlich steht noch eine Gesundheitsprüfung vor der privaten Krankenversicherung. Die muss zunächst einmal bestanden werden - möglichst lupenrein, damit nicht nur die Aufnahme klappt, sondern sich diese auch zuschlagsfrei gestaltet. Der Gesundheitszustand und das Alter sind nämlich maßgeblich für die Höhe der Beiträge. Ein Umgehen der Gesundheitsprüfung ist seit kurzer Zeit auch legal möglich. Nämlich dann, wenn man nur den so genannten Standardtarif in der PKV anstrebt. Dort sind die Leistungen allerdings in der Regel nicht besser als in den gesetzlichen Krankenkassen.

Keine Familienversicherung bei den Privaten Krankenversicherungen
Die zweite Hürde sollten sich Selbstständige selbst aufstellen. Sie sollten sich nämlich fragen: Lohnt sich das? Und vor allem: Lohnt sich das auch noch in 10 oder 20 Jahren. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist nämlich in der Regel eine Entscheidung fürs Leben. Sich vorab durch einen individuellen Versicherungsvergleich zu informieren ist daher äußerst sinnvoll. Diese Entscheidung sollte vor allem dann gut überlegt sein, wenn man Kinder hat oder plant. Für Selbstständige gilt nämlich wie für Angestellte auch: Kinder müssen kostenpflichtig zusätzlich versichert werden. Eine Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenkasse gibt es in der PKV nicht.

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