Der Einsatz einer Freisprechanlage

Telefonieren und Auto fahren sind zwei Dinge, die sich schwer miteinander vereinbaren lassen. Nicht umsonst ist Telefonieren während des Fahrens verboten und führt im schlimmsten Fall zum Crash, im besten Fall kommt man mit einer Verwarnung durch die Polizei davon. Heutzutage wird Zeitsparen und Multitasking groß geschrieben, vieles wird gleichzeitig mit einer anderen Tätigkeit erledigt. Nur so ist es möglich, mit der wachen Konkurrenz Schritt zu halten. Und so ist es für viele Geschäftige auch fast unumgänglich, während des Autofahrens zu telefonieren.

Wer jedoch weder einen Unfall riskieren noch ein hohes Bußgeld zahlen möchte der ist mit einer Freisprechanlage gut beraten. Viele Mobiltelefone bieten diese Möglichkeit über eine bereits eingebaute Freisprecheinrichtung, welche über Mikrofon, Elektronik und regelbare Lautsprecher funktioniert. Dabei wird die Nummernwahl des Gesprächspartners entweder manuell bzw. über Lenkradtasten vorgenommen oder über Sprachsteuerung gewählt. Die meisten modernen Geräte verfügen jedoch bereits über die zweite Variante.

Eine andere Alternative ohne Hände zu telefonieren und dabei nicht vom Geschehen auf der Straße abgelenkt zu werden besteht darin, ein Headset am Handy anzuschließen, welches meist über den Kopfhörerausgang des Telefons funktioniert. Der Fahrer kann so bequem über das eingebaute Mikrofon im Headset mit seinem Gesprächspartner kommunizieren. Diese Methode nennt sich „Plug and Play“ und gewährleistet die Stromversorgung bzw. Akkunachladung beispielsweise über den Zigarettenanzünder.

Diese Varianten sind jedoch zunehmend vom „Aussterben“ bedroht und machen Platz für Mobiltelefone, die über Bluetooth verfügen: eine Schnittstelle, über welche Daten in hoher Geschwindigkeit und ohne Kabelgewirr übertragen werden können. Dabei ist es egal, wo im Wagen das Handy gerade liegt, denn die Bluetooth-Technik überträgt das Gespräch kabellos und ohne Qualitätseinbußen über das am Ohr befestigte Headset zum Mobiltelefon und damit zum Gesprächspartner.

Auf dem entgegen gesetzten Weg signalisiert ein Bluetooth-Headset einen eingegangenen Anruf mit einem Klingelton und dieser kann entweder per Knopfdruck am Gerät selbst oder wiederum über Sprachsteuerung angenommen werden. Zudem verfügen viele moderne Freisprechanlagen über eine vom Mobiltelefon unabhängige Lautstärkeregelung, mit welcher je nach Geräuschkulisse der Umgebung und Belieben das Gespräch lauter oder leiser eingestellt werden kann.

Doch nicht nur beim Autofahren und in Kombination mit Handys ist eine Freisprechanlage sinnvoll: Zahlreiche Internet-User nutzen ein solches Gerät täglich, beruflich wie auch privat, um über das World Wide Web mit Bekannten, Freunden und Geschäftspartnern zu kommunizieren. Auch über Messenger wie MSN (insofern man über eine kompatible Sprachsteuerungssoftware, z.B. Via Voice, verfügt) oder auch Internet-Telefondienste wie Skype ist es sogar möglich, Gespräche zu führen ohne ein Handy überhaupt benutzen zu müssen. Damit erspart man sich mitunter auch hohe Telefonrechnungen im Mobiltarif-Dschungel, denn diese Dienste sind bisher noch weitestgehend gratis.

Alles in allem ist eine Freisprecheinrichtung, vor allem im beruflichem Einsatz, fast schon ein Muss. Manager, Spediteure wie auch Paketkuriere wären ohne diese technische Neuerung sicher im Nachteil, Lieferaufträge und Geschäftsdetails müssten immer mit einer Hand zusätzlich “verarbeitet” werden, während diese doch zwischenzeitlich viel besser genutzt werden könnte. Die kabellose und vor allem freihändige Kommunikation wird also in unserer immer schneller werdenden Welt immer wichtiger, um nicht zu sagen: unentbehrlich.


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