Das Wort Industrie kommt ursprünglich aus dem lateinischen Sprachgebrauch und
leitet sich von „industria“ ab, was so viel bedeutet wie Fleiß und
Betriebsamkeit. Industrie bezeichnet den Zweig der Gesamtwirtschaft welche
Produktionen von ökonomischen Gütern in Fabriken und ähnlichen Betriebsstätten
ausführt. Im Gegensatz zum Handwerk verfügt die Industrie über einen hohen Grad
an mechanisierten Arbeitsabläufen und vieles ist nicht mehr individuell
geregelt, sondern automatisiert. Handwerk hingegen bezeichnet die
Produktionsform von Hand und mit nur geringen, maschinellen Aufwand. Handwerk
ist aber nicht nur eine gewerbliche Tätigkeit, sondern auch ein Berufsstand.
Meist wird im Handwerk ein Produkt auch nur auf Bestellung gefertigt oder eine
Dienstleistung eben nur auf Anfrage ausgeführt. Die Industrie fertigt
massenweise Produkte und bietet diese sozusagen ungefragt am Markt an. So wird
in der Industrie ein großer Vorrat an verschiedensten Waren geschaffen, der nach
und nach umgesetzt wird und Handwerk richtet sich nach dem direkten
Kundenwunsch. Als Beispiel industrieller Fertigung von waren und Gütern ist auf
jeden Fall die Automobilbranche zu nennen, welche ihre Güter, in diesem Fall
Fahrzeuge, am Fließband produziert und an die Händler ausliefert, die dann
wiederum ein Geschäft mit dem Kunden anbahnen. Die Ware kommt hier also zum
Kunden, könnte man sagen. Ein Tischler, als nennenswertes Beispiel für einen
Handwerksbetrieb fertigt nicht massenweise Tische an und wartet auf den
Abverkauf, sondern nimmt zunächst den ausführlichen Kundenwunsch entgegen und
fertigt das Produkt erst danach nach der Vorgabe. Während das Handwerk schon im
Mittelalter zu finden war, ist die Begrifflichkeit Industrie erst ab dem 19.
Jahrhundert im Sprachgebrauch etabliert.
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